Die Mennoniten heute

Die Mennoniten sind die größte der historischen Täufergemeinschaften mit weltweit über 1,5 Million Mitgliedern, von denen jedoch nur 4% in Europa leben.

Die unter Katharina der Großen nach Russland eingeladenen Mennoniten siedelten urprünglich vorwiegend in Südrussland und der Ukraine. Durch erweckte Pietisten, welche im 19. Jahrhundert aufgrund endzeitlicher Erwartungen in großer Zahl nach Russland auswanderten, kam es unter den Mennoniten zu einer Erneuerung des Glaubens und einer Spaltung in (Kirch-)Mennoniten und Mennoniten-Brüder. Äußeres Merkmal der Mennoniten-Brüder wurde die Taufe durch Unterauchen, welche sie von den Baptisten übernommen haben.

Im Zuge der Russifizierung wanderten viele Mennoniten in den 1870er Jahren in die USA aus. Die übrigen litten ab der kommunistischen Herrschaft unter schwerer Verfolgung und wurden nach Sibirien, Kasachstan und andere Regionen des Sowjetreiches umgesiedelt, von wo sie zum Teil als "Rücksiedler" Ende des 20. Jahrhunderts (mit dem Ende des Kommunismus) nach Deutschland zogen. Ihre Sprache ist Plattdeutsch.

Andere plattdeutsche Mennoniten siedelten in Mexiko und Südamerika (Altkolonier-Mennoniten).

Die Schweizer Täufer, die Anfang des 18. Jahrhunderts in die USA zogen, übernahmen ebenfalls des Namen Mennoniten und sprechen heute noch Schweizerdeutsch - auch Pennsylvania Dutch genannt. Zu diesen Schweizer Mennoniten gehören u.a. die Old Order Mennonites, die wie die Amischen noch mit Pferd und Wagen fahren.

Besonders stark wachsen die Mennoniten in Afrika.

Die deutschen Mennoniten präsentieren sich unter: www.mennoniten.de

Die Mennoniten Brüdergemeinden unter: www.ambd.de