Täufertum heute

Die direkten Nachkommen der Täufer des 16. Jahrhunderts teilen sich heute in drei Gruppen:

  • Die Hutterischen Brüder
  • Die Mennoniten
  • Die Amischen

Die meisten Freikirchen der Gegenwart wurden durch das Zeugnis der historischen Täufergemeinden dirket und indirekt entscheidend geprägt. Viele betonen dies deshalb auch in ihrer Selbstdarstellung.

Darum werden heute die Freikirchen allgemein zum dritten Flügel der Reformation gerechnet.

Einen großen Einfluss hatten niederländische Täufer im 17. Jahrhundert auf die Entstehung der Baptisten in England.

Im 18. Jahrhundert führte Alexander Mack eine neue Bewegung Taufgesinnter im Schwarzwald an, welche aufgrund der Verfolgung in die USA auswanderte: Dort sind sie unter den Namen Church of the Brethren, Dunkards oder German Baptist Brethren bekannt.

Samuel Fröhlich gründete im 19. Jahrhundert in der Schweiz die Evangelische Täufergemeinde (ETG).

Diese Beispiele zeigen, dass keine Gruppe ein Monopol auf das Täufertum beanspruchen kann; vielmehr entstehen immer wieder neue Bewegungen aufgrund der gleichen Art, die Bibel zu lesen und anwenden zu wollen.

Weltweit gehören mehr als 600 Millionen Christen heute Freikirchen an.